U-Boot U17 im Technik Museum Sinsheim

Erleben Sie eines der spektakulärsten Exponate des Technik Museums: Das originale Bundeswehr U-Boot U17, vollständig begehbar und mit faszinierenden Einblicken in das Leben unter Wasser.

Vollständig begehbar
Originales Bundeswehr-U-Boot
Im Museumseintritt enthalten
Spektakulärer Transport

Ticket Verfügbarkeit prüfen

Powered by GetYourGuide

Das U-Boot U17 – Ein einzigartiges Exponat

Das U-Boot U17 der Klasse 206A ist eines der neuesten und spektakulärsten Exponate des Technik Museums Sinsheim.

Klasse 206A

Die U-Boote der Klasse 206A waren das Rückgrat der deutschen U-Boot-Flotte und galten als die leisesten Nicht-Atom-U-Boote ihrer Zeit.

35 Jahre im Dienst

Von 1973 bis 2010 war U17 bei der Deutschen Marine im aktiven Dienst und nahm an zahlreichen NATO-Übungen teil.

22 Mann Besatzung

Erfahren Sie, wie 22 Besatzungsmitglieder auf engstem Raum lebten und arbeiteten – wochenlang unter Wasser.

Spektakulärer Transport

Der Transport des 350-Tonnen-Kolosses quer durch Deutschland war ein logistisches Meisterwerk und zog Tausende Schaulustige an.

U-Boot U17 im Technik Museum Sinsheim

Die Geschichte des U-Boots U17

Das U-Boot U17 wurde 1971-1973 bei den Howaldtswerken in Kiel gebaut und gehört zur Klasse 206A, einer Weiterentwicklung der Klasse 206. Diese U-Boote wurden speziell für den Einsatz in der Ostsee konzipiert und galten als die leisesten konventionellen U-Boote ihrer Zeit.

Von 1973 bis 2010 war U17 bei der 1. U-Bootgeschwader in Eckernförde stationiert. Während dieser Zeit nahm das Boot an zahlreichen NATO-Übungen teil und bewährte sich als zuverlässiges Waffensystem der Deutschen Marine. Nach fast 40 Jahren Dienst wurde U17 außer Dienst gestellt und dem Technik Museum Sinsheim als Dauerleihgabe überlassen.

  • Baujahr: 1971-1973
  • Dienstzeit: 1973-2010
  • Heimathafen: Eckernförde
  • Seit 2022 im Technik Museum Sinsheim
U-Boot besichtigen

Technische Daten des U-Boots U17

Das U-Boot U17 der Klasse 206A gehörte zu den modernsten konventionellen U-Booten seiner Zeit.

48,6 m Länge
4,6 m Breite
450 t Verdrängung (getaucht)
200+ m Tauchtiefe
Transport des U-Boots U17 nach Sinsheim

Der spektakuläre Transport nach Sinsheim

Der Transport des U-Boots U17 von der Ostsee nach Sinsheim war eines der aufwändigsten Transportprojekte in der Geschichte des Museums. Im Jahr 2022 wurde das 48 Meter lange und 350 Tonnen schwere Boot über Straßen, Flüsse und Kanäle ins Binnenland transportiert.

Die Reise führte zunächst über den Nord-Ostsee-Kanal und die Elbe, dann über den Rhein bis nach Speyer. Von dort ging es per Schwertransport über die Straße nach Sinsheim. Zehntausende Schaulustige säumten die Strecke und verfolgten den spektakulären Transport des silbergrauen Kolosses.

  • Über 600 km Transportstrecke
  • Transport über Wasser und Land
  • Zehntausende Zuschauer
  • Logistische Meisterleistung
Museum besuchen
Innenansicht U-Boot U17

Die Besichtigung – Hautnah erleben

Das U-Boot U17 ist vollständig begehbar und bietet faszinierende Einblicke in das Leben an Bord eines Kampf-U-Bootes. Der Rundgang führt Sie durch die verschiedenen Abteilungen des Bootes und vermittelt einen authentischen Eindruck von den Lebensbedingungen der Besatzung.

Beginnen Sie Ihre Erkundung im Bug mit dem Torpedoraum, in dem die Waffen des Bootes gelagert und abgefeuert wurden. Weiter geht es durch die Mannschaftsunterkünfte, den Kommandostand mit Periskop und den Maschinenraum mit den leistungsstarken Dieselmotoren und Elektromotoren.

  • Torpedoraum mit Original-Torpedorohren
  • Kommandozentrale mit Periskop
  • Mannschaftsunterkünfte und Messe
  • Maschinenraum mit Antriebstechnik
Tickets buchen

Häufig gestellte Fragen zum U-Boot U17

Alle wichtigen Informationen für Ihre Besichtigung des U-Boots U17.

Ist das U-Boot U17 vollständig begehbar?

Ja, das U-Boot U17 ist vollständig für Besucher zugänglich. Sie können durch alle Abteilungen gehen, vom Torpedoraum im Bug bis zum Maschinenraum im Heck. Bitte beachten Sie, dass die Räume sehr eng sind und der Rundgang nicht für Personen mit Platzangst oder eingeschränkter Mobilität geeignet ist.

Kostet die U-Boot-Besichtigung extra?

Nein, die Besichtigung des U-Boots U17 ist im regulären Museumseintritt enthalten. Sie benötigen kein zusätzliches Ticket. Allerdings kann es bei großem Andrang zu Wartezeiten kommen, da nur eine begrenzte Anzahl von Besuchern gleichzeitig im Boot sein kann.

Ist die Besichtigung für Kinder geeignet?

Das U-Boot ist grundsätzlich für Kinder geeignet und fasziniert besonders junge Besucher. Allerdings sollten Eltern beachten, dass die Räume sehr eng sind und es steile Leitern und niedrige Durchgänge gibt. Kinder sollten immer in Begleitung eines Erwachsenen sein und gut aufpassen.

Wie lange dauert die Besichtigung?

Eine Besichtigung des U-Boots dauert in der Regel 20-30 Minuten, je nachdem wie intensiv Sie die verschiedenen Bereiche erkunden möchten. Informationstafeln an Bord erläutern die verschiedenen Systeme und das Leben an Bord.

Was sollte ich bei der Besichtigung beachten?

Tragen Sie bequeme Schuhe mit rutschfester Sohle. Achten Sie auf Ihren Kopf bei den niedrigen Durchgängen. Große Taschen und Rucksäcke sollten Sie vor der Besichtigung abstellen. Personen mit Platzangst oder eingeschränkter Mobilität sollten von einer Besichtigung absehen.

U-Boot U17 – Ein umfassender Guide für Ihren Besuch

Das U-Boot U17 ist eines der neuesten und faszinierendsten Exponate des Technik Museums Sinsheim. Als originales Kampf-U-Boot der Deutschen Marine bietet es Besuchern die einzigartige Möglichkeit, die enge Welt unter Wasser hautnah zu erleben und die Technik zu verstehen, die es ermöglichte, wochenlang unentdeckt in den Tiefen der Meere zu operieren.

Die Klasse 206A – Technische Meisterleistung

Die U-Boote der Klasse 206A waren die Hauptstütze der deutschen U-Boot-Flotte während des Kalten Krieges. Sie wurden speziell für den Einsatz in den flachen und akustisch schwierigen Gewässern der Ostsee konzipiert. Ihre besondere Stärke lag in ihrer extremen Laufruhe – sie galten als die leisesten konventionellen U-Boote ihrer Zeit und konnten von feindlichen Sonarsystemen kaum geortet werden.

Die Boote verfügten über einen diesel-elektrischen Antrieb. Über Wasser und im Schnorchelbetrieb trieben leistungsstarke Dieselmotoren das Boot an und luden gleichzeitig die Batterien auf. Unter Wasser wurde auf den geräuscharmen Elektromotor umgeschaltet, der das Boot nahezu lautlos durch das Wasser gleiten ließ.

Das Leben an Bord

22 Mann Besatzung lebten auf engstem Raum zusammen – oft wochenlang ohne Tageslicht zu sehen. Der Platz war so knapp bemessen, dass jeder Quadratzentimeter optimal genutzt werden musste. Die Kojen waren teilweise übereinander gestapelt, und persönliche Gegenstände beschränkten sich auf das Allernotwendigste.

Der Tagesablauf an Bord war streng reglementiert. Die Besatzung arbeitete in Wachschichten, um einen kontinuierlichen Betrieb des Bootes zu gewährleisten. Mahlzeiten wurden in der kleinen Messe eingenommen, wobei auch hier strenge Platzökonomie herrschte. Frische Lebensmittel waren nur zu Beginn einer Fahrt verfügbar; danach wurde auf Konserven und haltbare Nahrung umgestellt.

Die Bewaffnung

Das U-Boot U17 war mit acht Torpedorohren im Bug ausgestattet, die sowohl mit Torpedos als auch mit Seeminen bestückt werden konnten. Die verwendeten Torpedos vom Typ DM2A3 waren drahtgelenkt und konnten auch nach dem Abschuss noch gesteuert werden. Insgesamt konnte das Boot bis zu 16 Torpedos oder 24 Seeminen an Bord nehmen.

Bei der Besichtigung können Sie die Torpedorohre von innen sehen und einen Eindruck davon gewinnen, wie komplex und gefährlich der Umgang mit diesen Waffen war. Die Torpedos mussten unter beengten Verhältnissen gewartet, geladen und abgeschossen werden – eine Aufgabe, die höchste Konzentration und Teamarbeit erforderte.

Der Kommandostand

Das Herzstück des U-Boots ist der Kommandostand, auch Zentrale genannt. Hier liefen alle Informationen zusammen, und von hier aus wurde das Boot gesteuert. Das Periskop – das "Auge" des getauchten U-Boots – ermöglichte dem Kommandanten, die Oberfläche zu beobachten, ohne aufzutauchen. Moderne Sonarsysteme erfassten Geräusche in der Umgebung und konnten feindliche Schiffe identifizieren und lokalisieren.

Bei Ihrer Besichtigung können Sie den Kommandostand betreten und die verschiedenen Instrumente und Kontrollen betrachten. Stellen Sie sich vor, wie es gewesen sein muss, in angespannter Atmosphäre Entscheidungen zu treffen, die über Leben und Tod entscheiden konnten.

Der Maschinenraum

Im Heck des Bootes befindet sich der Maschinenraum mit den Dieselmotoren und Elektromotoren. Die Dieselmotoren leisteten zusammen über 1.800 PS und ermöglichten eine Geschwindigkeit von über 15 Knoten über Wasser. Der Elektromotor für die Unterwasserfahrt war mit etwa 1.500 PS etwas schwächer, reichte aber aus, um das Boot mit bis zu 17 Knoten durch das Wasser zu bewegen.

Die Batterien, die den Elektromotor speisten, waren unter den Fußböden des gesamten Bootes verteilt. Ihr Gewicht trug zur Stabilität des Bootes bei, aber sie waren auch eine potenzielle Gefahrenquelle – bei falscher Behandlung konnten sie explosive Gase entwickeln.

Der Transport – Eine logistische Meisterleistung

Der Transport des U-Boots von Eckernförde an der Ostsee nach Sinsheim im Binnenland war eine der größten Herausforderungen, die das Technik Museum je bewältigt hat. Das 48 Meter lange und 350 Tonnen schwere Boot musste über Hunderte von Kilometern transportiert werden – zunächst auf dem Wasserweg, dann über die Straße.

Die Reise begann mit einer Fahrt durch den Nord-Ostsee-Kanal. Von dort ging es die Elbe hinunter und über den Mittellandkanal und den Rhein bis nach Speyer. Brücken mussten passiert, Schleusen überwunden und enge Kurven gemeistert werden. An einigen Stellen war der Tiefgang des Transports so knapp, dass nur Zentimeter zwischen dem Kiel und dem Grund lagen.

Der letzte Teil der Reise führte über die Straße. Ein Spezialtransporter bewegte den Koloss durch die Nacht, wobei Straßenlaternen abmontiert und Verkehrsschilder umgelegt werden mussten. Zehntausende Schaulustige säumten die Strecke und machten den Transport zu einem regelrechten Volksfest.

Praktische Tipps für Ihren Besuch

Um Ihren Besuch des U-Boots U17 optimal zu gestalten, beachten Sie folgende Hinweise:

  • Kleidung: Tragen Sie bequeme Kleidung und festes Schuhwerk. Die Räume sind eng, und Sie müssen durch Luken und über Schwellen steigen.
  • Platzangst: Wenn Sie unter Platzangst leiden, sollten Sie von einer Besichtigung absehen. Die Räume sind sehr eng, und ein schneller Ausgang ist nicht möglich.
  • Gepäck: Lassen Sie große Taschen und Rucksäcke draußen. In den engen Gängen ist kein Platz dafür.
  • Kopf einziehen: Achten Sie auf die niedrigen Durchgänge. Viele Besucher stoßen sich den Kopf, weil sie die niedrigen Luken unterschätzen.
  • Zeit einplanen: Nehmen Sie sich mindestens 30 Minuten Zeit für die Besichtigung. Es gibt viel zu sehen und zu verstehen.

U-Boot-Fans aufgepasst!

Im Schwestermuseum Speyer können Sie auch das U-Boot U9 besichtigen, das zur älteren Klasse 205 gehörte. Der Vergleich beider Boote zeigt eindrucksvoll die Entwicklung der deutschen U-Boot-Technologie.

Bereit für Ihr U-Boot-Abenteuer?

Buchen Sie jetzt Ihre Tickets und erleben Sie das faszinierende U-Boot U17 im Technik Museum Sinsheim!

Jetzt Tickets buchen